Marschierende Krieger

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Textdaten
Autor: Joachim Ringelnatz
Titel: Marschierende Krieger
Untertitel:
aus: Allerdings, S. 17-18
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1928
Verlag: Ernst Rowohlt Verlag
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Digitale Drucke der Uni Bielefeld
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[17] MARSCHIERENDE KRIEGER
Vor mir her schritt Infanterie,
Eine ganze Kompanie
Kräftiger Soldaten.
Stramm im Takte traten
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Sie den Sand,
Schritten achtlos über einen
Kleinen Käfer, den ich fand.
Ich blieb stehen,
Um ihn zu besehen,
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Und weil’s hinter jenem Militär
Stark nach Schweiß und Leder roch.
Da: – Der Käfer kroch
Plötzlich fort, als ob er lebend wär.
Doch ich konstatierte noch:
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Nur zwei Steinchen an zwei Seiten retteten –
Gleichsam wie als Seitenwände – diesen –
Gleichsam zwischen ihn eingebetteten –
Käfer vorm Zertrampeltwerden durch die Riesen.
Große Riesen – kleine Tiere –
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Und ich lief, die Wandersohlen,
Die so stanken, einzuholen,
Weil ich gar zu gern im Takt marschiere.
[18] Und ich hustete und spuckte
Staub und mußte viermal niesen.
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Und ich schluckte. Und ich duckte
Mich vor Felsenwänden und vor Riesen.
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