Mein Kind
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| Autor: |
Albert Traeger |
| Titel: |
Mein Kind |
| Untertitel: |
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| aus: |
Die Gartenlaube, Heft 28, S. 475 |
| Herausgeber: |
Adolf Kröner |
| Auflage: |
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1888 |
| Verlag: |
Ernst Keil’s Nachfolger |
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Leipzig |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Scans bei Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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Artikel in der Wikipedia
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[475]
Mein Kind.
Schnell sind die Jahre vergangen –
Doch denk’ ich der bangen Nacht,
Als Du, jubelnd empfangen,
Zum Leben einst erwacht;
5
Mit freudezitterndem Munde
Küßt’ ich Dich inniglich
Und sprach aus Herzensgrunde:
Mein Kind, Gott segne Dich!
Festlich die Glocken erklangen,
10
Es schmückte Dein Haupt der Kranz;
Hoch glühten Deine Wangen,
Feucht war des Auges Glanz.
Eng hielt ich Dich noch umschlungen,
Und Wehmut mich beschlich;
15
Schwer hat sich’s mir entrungen:
Mein Kind, Gott segne Dich!
Schon lange bist Du geschieden,
Und ich blieb sehnend zurück;
In Deines Hauses Frieden
20
Wiegst Du Dein schönstes Glück;
Doch ob Dein Leben und Lieben
Sucht neue Bahnen sich,
Du bist mir doch geblieben:
Mein Kind, Gott segne Dich!
Albert Traeger
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