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| Autor: |
Rainer Maria Rilke |
| Titel: |
Menschen bei Nacht |
| Untertitel: |
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| aus: |
Das Buch der Bilder
1. Buch Teil 2, S. 39 |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
Zweite sehr vermehrte Auflage |
| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1906 |
| Verlag: |
Axel Junker Verlag |
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Berlin / Leipzig, Stuttgart |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Scans auf Commons,
E-Text von eLib Austria Projekt |
| Kurzbeschreibung: |
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| Signatur ÖNB 665257-B.Neu-Mag |
Artikel in der Wikipedia
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Menschen bei Nacht
Die Nächte sind nicht für die Menge gemacht.
Von deinem Nachbar trennt dich die Nacht
und du sollst ihn nicht suchen trotzdem.
Und machst du nachts deine Stube licht,
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um Menschen zu schauen ins Angesicht,
so mußt du bedenken: wem.
Die Menschen sind furchtbar vom Licht entstellt,
das von ihren Gesichtern träuft,
und haben sie nachts sich zusammengesellt,
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so schaust du eine wankende Welt
durcheinandergehäuft.
Auf ihren Stirnen hat gelber Schein
alle Gedanken verdrängt,
in ihren Blicken flackert der Wein,
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an ihren Händen hängt
die schwere Gebärde, mit der sie sich
bei ihren Gesprächen verstehn;
und dabei sagen sie: Ich und Ich
und meinen: Irgendwen.