Nochmals Sagnac-Effekt und Äther

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Textdaten
Autor: Hans Witte
Titel: Nochmals Sagnac-Effekt und Äther
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aus: Berichte der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, 16, S. 754-755
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Erscheinungsdatum: 1914
Verlag: J.A. Barth
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Erscheinungsort: Leipzig
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Nochmals Sagnac-Effekt und Äther;
von Hans Witte.


(Eingegangen am 24. Juli 1914.)




Zwei Ende 1913 erschienene Arbeiten von Herrn Sagnac[1] veranlaßten mich Anfang 1914 zu einer Ergänzung in diesen Verhandlungen[2].

Herr Sagnac hatte einen Interferenzversuch zwecks Entscheidung der Alternative: Äther oder Relativitätsprinzip? angegeben und ausgeführt; ich stellte fest, daß der „Sagnac-Effekt“ diese Alternative nicht entscheidet.

Nach später mir gewordenen Mitteilungen kann ich folgendes hinzufügen:

1. Einen verwandten Interferenzversuch hat bereits im Jahre 1904 Herr Michelson[3] angegeben. Gemeinsam ist dem (nicht ausgeführten) Michelson-Versuch von 1904 und dem Sagnac-Versuch von 1913 der Grundgedanke, in einem rotierenden Kreise einen Lichtstrahl zu teilen und den einen Teil links, den anderen rechts herum laufen zu lassen. Der Unterschied besteht im wesentlichen nur darin, daß Herr Sagnac einen relativ zur Erde rotierenden Kreis verwendet, während Herr Michelson einen relativ zur Erde ruhenden Kreis nehmen, also die Eigenrotation der Erde benutzen wollte.

2. Im Jahre 1911 hat Herr Laue[4] festgestellt, daß dieser zu erwartende Michelson-Effekt die Entscheidung zwischen Äthertheorie und Relativitätsprinzip nicht zu bringen vermag.

Infolgedessen enthielten die Ausführungen von Herrn Laue im wesentlichen bereits die Widerlegung der Grundtendenz des zwei Jahre später angestellten Sagnac-Versuches[5].


  1. G. Sagnac, L’éther lumineux démontré par l’effet du vent relatif d’éther, C. R. 157, 708, 27. Oktober 1913; Sur la preuve de la réalité de l’éther lumineux, ebenda S. 1410, 22. Dezember 1913.
  2. H. Witte, Verh. d. D. Phys. Ges. 16, 142, 1914.
  3. A. A. Michelson, Phil. Mag. (6) 8, 716, 1904.
  4. M. Laue, Über einen Versuch zur Optik der bewegten Körper. Sitzungsberichte d. Königl. Bayr. Akad. d. Wiss., math.-phys. Klasse, 1911, S.405.
  5. Herrn Sommerfeld (welcher seinerzeit die Lauesche Arbeit der Münchener Akademie vorgelegt hatte) bin ich für freundlichen Hinweis, sowie Herrn v. Laue für die Zugänglichmachung seiner Arbeit zu Danke verpflichtet.