Owê, sumezît
Owê, sumerzît
daz die niemen hilfe gît!
was dir hazzes unde nît
aber ûf dînem rucke lît,
ê der winder sînen strît
an dir gar volende, als im sîn wille gegen dir stât!
er ist dir gehaz,
ich enweiz niht, umbe waz.
sît er dînen stoul besaz,
selten er des ie vergaz,
erne twunge ie vürebaz.
sîn gewalt wol tûsent ellen vür den dînen gât.
er hât in diu lant
dir ze schaden her gesant
mit gewalticlîcher hant.
Sîne winde kalt
habent dînrn grüenen walt
harte jâmerlîche gestalt,
des diu heide sêre enkalt
:an ir bloumen manicvalt.
sie ist verderbet, daz si sich ze hove wil beklage.
bloumen und loup
was des rîfen êrster roup,
den er in die secke schoup.
des ist manic herze toup,
daz an sînen vröuden vol von schulden mouz verzagen.
îs und anehanc
hat der vogelîne sanc
gar gestillet in den welden, dâ si müezen swîgen
alles disen winter lanc
Bloumen unde klê,
manger hande wünne mê,
die verderbet uns der snê
disiu sorge tout mit wê,
az uns iht vor im bestê
sumer, dîne holden von den houben sint gevarn.
leit ist mir geschehen
an de liehten sunne brehen,
die wir dicke trüebe sehen,
des wir alle müezen jehen.
sol ein ieslîch man vor disen winden wol bewarn.
ougen unde brâ
vor der winderraezen schrâ
sult ir wol behüeten, wan sie verwet einen jungen,
daz man waenet, er sî grâ.
Swaz ich tumber klage
bloumen und die liehten tage
unde an freuden niht verzage
bî dem kumber, den ich trage
mêre, denne ich iemen sage,
daz ist ir gedienet, der ich vil gedienet hân
unde ir dienen wil
unz an mîner jâre zil,
ir sî lützel oder vil.
disen roum ich nieman hil.
habe siz immer für ein spil,
doch sô wil ich dienen ir ûf einem gouten wân.
lîhte kumt ein tac,
daz ich sô gedienen mac,
daz mir von der gouten wirt gelônet, daz ich von ir
füere freuden vollen sac.
Aller mîn gerinc
daz ein ein verloren dinc
swenne ir alle sprechet: „sinc,
ungemüete von mir swinc!“,
sone lât ein getelinc
sî niht hoeren mînen sanc. daz lât iu wesen leit!
unde heizet mandelzwî.
wie der gouch getoufet sî
der gewizzen bin ich vrî.
siner nachgebûren drî
habent ungevraget etewenne alsô geseit,
daz er Eberzant
in der toufe sî genant.
diesen sumer habent si mich verdrungen, er und ener
sîn geloufet Herebrant.
Die zwên geugeweten,
sint von Künehôhesteten.
als ein lewe an einer keten
gênt si an dem tanze treten
bî der lieben ungebeten.
swaz si dâ ir gerûnent, deist mîn ungewin
unde ist mir getân.
owê, welch ein sunderwân!
waz ich ungemaches hân,
mêre, danne ein andere man,
des ich niht erwenden kan!
sô mit ungenâden loufent mîne tage hin.
wê, gelückes rat,
wenne sol ich mîne stat
ûf dir vinden, oder wenne sol ich mînen vouz
gestzten in de saelden pfat?
In der saelden pfat
ich noch leider nie getart.
dâ ich ie genâden bat,
ein gebûwer gogelsat
solher vlüste hâ ich her gespilt wol drîzec jâr,
minnehalp verlorn
beide schaden unde zorn,
den ich lihter het verborn,
daz doch nimmer wirt verkorn,
des ich tiuwer hâ gesworn.
an der lieben Vriederûnen houp ez Engelmâr,
der ir spiegel nam,
des im gouche niht gezam.
des ist unvergezzen, ich getou ir einem sînes
herze küneginne alsam.
