Petrarca - Sonett 1
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| Textdaten |
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| Autor: |
Francesco Petrarca |
| Titel: |
Sonett 1 |
| Untertitel: |
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| aus: |
Gedichte,
S. 131 - 132 |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
1 |
| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1804 |
| Verlag: |
J. V. Degen |
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Wien |
| Übersetzer: |
Carl Streckfuß |
| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Google und scans auf commons |
| Kurzbeschreibung: |
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Artikel in der Wikipedia
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[131]
Son. 1.
Ihr, die in manchem Lied mich höret klagen,
Die Seufzer hört, die einst mein Herz genähret,
Als ich den Kelch des Jugendwahns geleeret,
Wo noch in mir ein andres Herz geschlagen;
5
Dem Unbestand der Reden und der Klagen,
Wie eitles Leid und Hoffen mich bethöret,
Wird der, dem Amor seine Macht bewähret,
Verzeihung, ja auch Mitleid nicht versagen.
Der Wahn entfloh — wie ich des Volkes Schwarme
10
Für lange Zeit zur Fabel ward, so brenne
Ich jetzt vor Schaam, wend’ ich den Blick zurücke.
[132] Mein Wahnsinn lohnt sich nun mit Schaam und Harme
Und Reu’, und daß ich deutlich nun erkenne,
Ein kurzer Traum sey, was die Welt entzücke.
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