Pompeji und Herkulanum
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Pompeji und Herkulanum.
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Griechen! Römer! O kommet und seht, das alte Pompeji Findet sich wieder, aufs neu bauet sich Herkules Stadt. [20]
Aufgethan ist das weite Theater, es stürze durch seine 10
Sieben Mündungen sich flutend die Menge herein.Mimen wo bleibt ihr? Hervor! Das bereitete Opfer vollende 15
Traget Liktoren die Beile voran! Den Sessel besteige Richtend der Prätor, der Zeug’ trete, der Kläger vor ihn. [21]
Schützend springen die Dächer hervor, die zierlichen Zimmer 20
Reyhn um den einsamen Hof heimlich und traulich sich her.Oefnet die Läden geschwind und die lange verschütteten Thüren, 25
Heitre Farben beleben die Wand, mit blumigter Kette Fasset der muntre Feston reizende Bildungen ein. [22]
Hoch auf springt die Bacchantin im Tanz, dort ruhet sie schlummernd, 30
Und der lauschende Faun hat sich nicht satt noch gesehn.Flüchtig tummelt sie hier den raschen Centauren, auf Einem 35
Steht nicht hier noch der Dreyfuß auf schön geflügelten Sphinxen, Schüret das Feuer! Geschwind Sclaven! Bestellet den Heerd! [23]
Stecket das brennende Licht auf den zierlich gebildeten Leuchter, 40
Und mit glänzendem Oel fülle die Lampe sich an.Was verwahret dieß Kästchen! O seht, was der Bräutigam sendet 45
Aber wo bleiben die Männer, die Alten? Im ernsten Museum Liegt noch ein köstlicher Schatz seltener Rollen gehäufft. [24]
Auch die Penaten sie stellen sich ein, es finden sich alle 50
Götter wieder, warum bleiben die Priester nur aus?Den Caduceus schwingt der zierlich geschenkelte Hermes Schiller.
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