RE:Decentius 1
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |||
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| Band IV,2 (1901), Sp. 2268–2269 | |||
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Um dem Usurpator hinter seinem Rücken Schwierigkeiten zu schaffen, hatte Constantius II. die Germanen zu einem Einfall in Gallien angestiftet (Liban. or. I 533. 540. Zosim. II 53, 3). Um einen Feldherrn zu ihrer Abwehr zu gewinnen, der keiner Usurpationsgelüste verdächtig sei, liess Magnentius in Mailand den D. zum Caesar ausrufen und schickte ihn sogleich an die Rheingrenze (Zonar. XIII 8 p. 16 B. Vict. Caes. 42, 8; epit. 42, 2. Eutrop. X 12, 2. Zosim. II 45, 2). Aus den schweren Kämpfen, die er hier zu führen hatte und die mit einer furchtbaren Verwüstung Galliens endeten (Liban. a. O. Iulian. epist. ad Athen. 278 D ff.), ist im einzelnen nur überliefert, dass er eine Schlacht gegen den Alamannenkönig Chnodomarius verlor (Ammian. XVI 12, 5) und dass ihm die Stadt Trier einmal den [2269] Eintritt verwehrte (Ammian. XV 6, 4). Da die Besatzung Galliens zum grössten Teil für den Krieg gegen Constantius verwendet wurde, war die Macht, welche D. befehligte, zu schwach, um sich gegen die Germanen zu halten (Iulian. or. I 35 A). Im letzten Kampfe des Magnentius wollte er ihm gegen die Truppen des Constantius zu Hülfe ziehen, erfuhr aber schon unterwegs seinen Tod (Zonar. XIII 9 p. 18 C. Zosim. II 54, 2) und tötete sich am 18. August 353 (Mommsen I 238) in Sens (Eutrop. X 12, 2) durch den Strick (a. O. Vict. epit. 42, 8. Caes. 42, 9. Socrat. II 32, 9. Sozom. IV 7). |