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| Max Abraham: Theorie der Elektrizität, Zweiter Band: Elektromagnetische Theorie der Strahlung, Dritte Auflage |
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Das erste Postulat schließt die Möglichkeit einer absoluten Raum- und Zeitmessung aus; auch in Hinsicht auf die Definition von Raum und Zeit sind alle ausgezeichneten Bezugssysteme mit einander gleichberechtigt. Zwischen den Koordinaten und Zeiten in zwei solchen Bezugssystemen
und somit
Mathematisch ist demnach die Einsteinsche Theorie mit der Lorentzschen äquivalent. Von Bei Lorentz folgt aus der Hypothese der elektromagnetischen Natur aller Kräfte, daß sich im Vakuum alle Vorgänge mit Lichtgeschwindigkeit fortpflanzen, und daß so im bewegten Systeme die Zeitregulierung nur nach der Skala der optischen Ortszeit erfolgen kann. Einsteins Postulate enthalten nicht die Hypothese des universellen Elektromagnetismus. Doch folgt auch aus ihnen, daß alle Kräfte im Vakuum sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Denn hätte etwa die Schwerkraft eine größere Geschwindigkeit, als das Licht, und benutzte man |
Max Abraham: Theorie der Elektrizität, Zweiter Band: Elektromagnetische Theorie der Strahlung, Dritte Auflage. Teubner, Leipzig 1914, Seite 370. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:AbrahamElektromagnetismus1914.djvu/380&oldid=1721795 (Version vom 17.11.2011)
(Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit).
und
bestehen in der Relativitätstheorie gerade die Beziehungen (243, 243c), wobei jedoch, dem zweiten Postulate gemäß, zu setzen ist:
