Seite:Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels.djvu/40

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

als in die Oerter dererjenigen, welche weit entfernet sind, so würden ihre Lagen sich zu verändern scheinen, obgleich die Sterne selbst wirklich unbeweglich blieben. Und wenn im Gegentheil unser eigen Planetengebäude stille steht und einige Sterne wirklich eine Bewegung haben; so wird dieses gleichfalls ihre scheinbare Lage verändern, und zwar um destomehr, je näher sie bey uns sind, oder je mehr die Richtung der Bewegung so beschaffen ist, daß sie von uns kan wahrgenommen werden. Da nun also die Lagen der Sterne von so mancherley Ursachen können verändert werden, indem man die erstaunlichen Entfernungen, in welchen ganz gewiß einige gelegen sind, betrachtet; so werden wohl die Beobachtungen vieler Menschenalter nöthig seyn, die Gesetze der scheinbaren Veränderungen, auch eines einzigen Sternes, zu bestimmen. Viel

Empfohlene Zitierweise:

Immanuel Kant: Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels. Johann Friederich Petersen, Königsberg und Leipzig 1755, Seite XL. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Allgemeine_Naturgeschichte_und_Theorie_des_Himmels.djvu/40&oldid=1086983 (Version vom 26.04.2010)