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| Ludwig Bechstein: Teufelsbuhlschaft. In: Hexengeschichten, S. 2-40 |
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„Christ sprach: mein’ Seel’ betrübt das bittre Sterben mein Kaum daß dieser Vers eines alten Passionsliedes verklungen war, und des Nachtwächters schlurfender Schritt sich in eine Straße verloren hatte, so vernahm man vom Hochhaus des Rathhauses, das ist der Söller oder Balkon, daraus die Stadtpfeifer bei festlichen Tagen ihr Spiel erschallen ließen, ein lustiges pfeifen und trommeln, Soldatenmärsche und allerlei Weisen fort und fort, daß keiner im Rathhaus ein Auge zuthun konnte, und das währte so lange, bis der Wächter wieder auf den Markt kam und vor das Rathhaus trat, und zu singen anhob – da verstummte plötzlich die Musik des Nachtvirtuosen. Der Wächter sang: „Mit ihm nahm er drei, Petrum, Jacob, Joan, Und von da an blieb es stille. Am andern Tage aber war der Teufel wiederum los im Rathhause zu Schildach. Vom Hochhaus aus erneute sich das Geplärr, Getön und Gelärm, es war |
Ludwig Bechstein: Teufelsbuhlschaft. In: Hexengeschichten, S. 2-40. Pfeffer, Halle 1854, Seite 25. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bechstein_Hexengeschichten.djvu/27&oldid=1066081 (Version vom 1.04.2010)