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| Johann Georg Knie: Blinden- und Taubstummenanstalt Gmünd. In: Pädagogische Reise durch Deutschland im Sommer 1835, S. 162–172 |
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Gegen 9 Uhr hielt ich vor dem Hause der Taubstummen und Blinden zu Gmünd, welches auch der würdige Stadtpfarrer Jäger, der Vorsteher beider Anstalten, bewohnt, unter dessen wirthlichem Dache ich nach wenigen Minuten freundschaftliche Aufnahme fand. Schon durch den Geist seiner Schriften und durch Briefwechsel mit ihm bekannt, näherten wir uns jetzt persönlich um so leichter, obwohl der Charakter dieses achtbaren Mannes mehr ein ernster und schweigsamer genannt werden möchte. Noch denselben Vormittag wohnte ich dem Unterrichte der Blinden bei, der abgesondert von dem für die Taubstummen gegeben wird. Den nun folgenden Sonntag Vormittag erbaute mich in der Stadtpfarrkirche eine von Jäger gehaltene Predigt, nach Tische eben da die Kinderlehre und ein Besuch des Asyls für erwachsene Blinde. Noch näher lernte ich den Blinden-, wie auch den Taubstummenunterricht |
Johann Georg Knie: Blinden- und Taubstummenanstalt Gmünd. In: Pädagogische Reise durch Deutschland im Sommer 1835, S. 162–172. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1837, Seite 163. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Blinden-_und_Taubstummenanstalt_Gm%C3%BCnd.djvu/2&oldid=1196677 (Version vom 11.08.2010)