Seite:Bonn Der verzauberte Frosch.djvu/10

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mi fascht fürchte – (singend) hopsa hopsa, immer weiter, immer heiter – durch – die Welt. – Zum Guckguck, mir bleibe die Tön’ im Hals stecke; i ka nimmi singe! Am beschte isch, i fang a zu laufe, denn i hab’ immer saga höre, me ka nit tiefer in de Wald neinkomme, als bis zur Hälfte, dann kommt mer wieder raus, wenn ma grad ausgeht. – Aber da isch schwer Gradausgehe über all’ die Wurzeln und durch des Dickicht, und doch bleibt mir nix über, als mitte durch.

(Wie der Schneider hinaus will, tritt Hocuspocus mit zwei Gnomen auf.)


Dritte Scene.
Hocuspocus, seine Begleiter und Knöpfle.
Hocuspocus.

Halt an! Wer ist der freche Wicht? Steh stille, halt!

(Knöpfle sieht sich um und wirft sich laut schreiend auf die Erde.)
Ein Wandersmann scheint mir der Bursch zu sein.

Hebt ihr mir auf, ihr Gnomen, daß er rede,
Was ihn hieher in meinen Bann geführt!

Knöpfle
(schreit, wie sich ihm die Gnomen nah’n, und springt auf).

Alle gute Geischter lobe Gott de Herre! Apage Satanas.

(Schlägt mit dem Fuß aus.)
Hocuspocus.

Ein drollig Bürschlein! Stehe Rede mir.
Wie kommst Du hier in meinen Zauberhain?

Knöpfle
(vor dem Hocuspocus auf die Kniee fallend).

Verehrteschter Herr Zauberwaldbesitzer, habe Sie mit mir Erbarme!

Hocuspocus.

Vor Allem sprich, was führt Dich her zu mir?

Empfohlene Zitierweise:

Franz Bonn: Der verzauberte Frosch. Breitkopf und Härtel, Leipzig [ca. 1875], Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bonn_Der_verzauberte_Frosch.djvu/10&oldid=1872894 (Version vom 7.09.2012)