Seite:Charles Dickens Der Weihnachts-Abend.djvu/73

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„Ich glaube nicht“, sagte Scrooge. „Es thut mir leid, es nicht gethan zu haben. Hast Du viele Brüder gehabt, Geist?“

„Mehr als achtzehnhundert“, sagte dieser.

„Eine schrecklich große Familie, wer für sie zu sorgen hat“, murmelte Scrooge.

Der Geist der heurigen Weihnacht stand auf.

„Geist“, sagte Scrooge demüthig, „führe mich wohin Du willst. Gestern Nacht wurde ich durch Zwang hinausgeführt und mir wurde eine Lehre gegeben, die jetzt im Wirken ist. Heute bin ich bereit zu folgen, und wenn Du mir etwas zu lehren hast, will ich hören.“

„Berühre mein Gewand.“

Scrooge that, wie ihm gesagt worden und hielt es fest.

Stecheichen, Misteln, rothe Beeren, Epheu, Truthähne, Gänse, Braten, Spanferkel, Würste, Austern, Pasteten, Puddings, Früchte und Punsch, Alles verschwand augenblicklich. Auch das Zimmer verschwand, das Feuer, der röthliche Schimmer, die nächtliche Stunde, und sie standen in den Straßen der Stadt, am Morgen des Weihnachtstages, wo die Leute, denn es war sehr kalt, eine rauhe, aber muntere und nicht unangenehme Musik machten, wie sie den Schnee von dem Straßenpflaster und den Dächern der Häuser zusammenscharrten. Und daneben standen die Kinder und freuten sich und frohlockten, wie die Schneelawinen von den Dächern herunterstürzten und in künstliche Schneestürme zerstiebten.

Empfohlene Zitierweise:

Charles Dickens: Der Weihnachts-Abend. Übersetzt von Julius Seybt. G. Grote, Berlin 1877, Seite 62. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Charles_Dickens_Der_Weihnachts-Abend.djvu/73&oldid=924162 (Version vom 1.12.2009)