Seite:Chronica Eckersberg und Olbersdorff.djvu/21

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Stadt-Gerichten besichtiget, in die Stadt gebracht, und folgenden Tages begraben. Der Rittmeister verbarg sich etliche Tage, hernach begehrte er einen Salvum conductum mit Versprechen, die Sache rechtlichen aufzuführen, geschah aber nicht, sondern nach etlichen Monden ließ er sich wieder bestellen. Conf. M. Fr. Münch.

Anno 1639. d. 25. May. hat der Schwedische Obriste Wittenberger einen Qvartier-Meister, so einen Boten Briefe abgenommen, darinn Ordre gewesen, welche der General-Feld-Zeug-Meister zurück geschicket zerrissen in Olbersdorf archibusiren lassen.

Anno 1649. d. 11. Jul. begab sichs in Zittau, daß Jacob Küntscher von Olbersdorff, bey George Greinern einen Leinwand Händler ein Büchsen Rohr ausputzen soll, weil er nun solches aus Unvorsichtigkeit nicht besehen, daß es geladen und angespannet sey, ist es ihn unvermuthet loß gegangen, und hat des Greiners sein Eheweib so hoch schwanger war, durch den Leib geschossen, davon sie in Ohnmacht gefallen, und Abends ein unzeitig Töchterlein gebohren, folgenden Tages aber gestorben. Carpz. part. 5. c. 6. §. 3. p. 294. Der Thäter entlieff.

Anno 1656. im May ertrunck zu Olbersdorf ein Kind in einer Pfützen.

Anno 1662. an der Kirms den 10. Aug. hauet hier ein Bauers-Knecht einen Mägdlein von 7. Jahren, mit der Sensen, unwissent, daß das Kind hinter ihm steht, den einen Schenckel glat weg, und den andern halb entzwey. Ist Reichelts eines reichen Bauers eintzigs Kind gewesen. Frentzel.

Anno. 1668. im Oct. ist in Olbersdorf auf Anordnung E. E. Raths eine neue Tuch- und Walck-Mühle gebauet worden. Frentzel. Münch.

Ao. 1675. d. 25. Nov. brante im Eichgraben des Teichwärters Hauß ab.

Anno. 1678. ward beym Eichgraben ein Färber-Knecht von einen Förster erschossen. Es geschahe wegen eines Hundes.

Ao. 1680. brante des Teichwärters in Eichgraben Hauß abermahls ab.

Anno 1685. den 7. Dec. hat Tabiä Geißlers Bauers Ehe-Weib 3. Söhne auf einmahl gebohren, haben alle 3. die H. Tauffe erlangt. Münch.

Anno 1687. den 19. May ward auf den Olbersdorffer Viehwege von den Förster ein grosser Adler geschossen, also daß von dem äusersten Ende des einen Flügels biß zum Ende des andern Flügels 5te halb Ellen gemessen worden, Carpzov. part. 1. cap. 9. §. 6. pag. 39. Münch.