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| Friedrich Eckarth, Gotthülff Traugott Eckarth: Chronica Oder Historische Beschreibung Des Dorffes Herwigsdorff |
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Anno 1718. den 8. 9. und 10. Febr. war ein solch Schneyen und Wehen mit grossen West-Winden ohne Auf hören Tag und Nacht, dergleichen keinen Menschen gedachte. Die Leute konten kaum aus den Häusern (so mit Schnee und Windwehen theils Orten bis über die Fenster verwallet waren,) arbeiten, das Volck muste häufig die Strassen auswerffen und räumen. Viel Fuhrleute musten auf der Strasse ausspannen, davon reiten, und ihre Wagen verschneyen lassen, daß sie kaum wieder zu finden. Vom 3. bis 18. Martz war wieder Tag und Nacht fast ohne Auf hören, grosser Westwind, mit eingemengten Schnee und Regen, so an Dächern und Bäumen Schaden that, sonderlich war der Wind den 16. Martz Nachmittags am erschrecklichsten. Anno 1720. den 1. und 2. Dec. war grosser Wind, und den 19. 20. und 21. dito noch erschrecklicher, that Schaden an Dächern, Bäumen und Wäldern. Anno 1728. den 8. Apr. erhub sich grosser Wind, der Tag und Nacht wehrte, und als er sich den 9. Apr. Vormittags etwas geleget, kam gehlinge zu Mittage von Süden ein grausamer Sturmwind, wehrte 1. Stunde, und that vielen Schaden an Dächern. |
Friedrich Eckarth, Gotthülff Traugott Eckarth: Chronica Oder Historische Beschreibung Des Dorffes Herwigsdorff. Herwigsdorff 1737, Seite 137. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Chronica_Herwigsdorff.djvu/141&oldid=1462940 (Version vom 12.02.2011)