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Liste.png August Apel: Cicaden, 1. Band


Da faßt Simonides die Leier,
Und festlich tönt der Saiten Klang;
Der Dioskuren hohe Feier
Erhebt begeistert sein Gesang,
Wie Kastor kühn die Rosse zügelt
Und ihre muth’gen Schritte zwingt,
Und Polydeukes’ Hand geflügelt
Den Cästus auf den Gegner schwingt.

Und wie der Preis der Gottersöhne
Vom Mund des grauen Sängers schallt,
Begeistern ihn die eignen Töne,
Des eignen Saitenspiels Gewalt.
Und zu der Zwillingsbrüder Sitzen
Schaun leuchtend seine Blicke auf,
Er singt, wie sie die Völker schützen
Und leiten schneller Schiffe Lauf.

Wie seiner Gottheit ew’ges Leben
Mit Kastor Polydeukes theilt,

Empfohlene Zitierweise:

August Apel: Cicaden, 1. Band. Kunst- u. Industrie-Comptoir, Berlin 1810, Seite 4. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Cicaden.djvu/20&oldid=1959007 (Version vom 24.02.2013)