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Liste.png August Apel: Cicaden, 1. Band


Was sie gebieten, muß er singen,
Sie öffnen ihm zum Lied den Mund,
Und wie sie mächtig ihn durchdringen,
Thut er ihr Wort den Menschen kund.“ –

„Wohl! haben Götter dich durchdrungen,
So ehrt dich gern der Erde Sohn,“ –
Spricht jener, – „doch die du besungen,
Von ihnen fordr’ auch deinen Lohn!
Die Thaten meines Arms zu preisen,
Lud ich den Sänger freundlich ein;
Ich ehre nun den frommen Weisen,
Doch kann ich nicht Vergelter seyn,“

Da röthet edle Glut die Wangen
Dem grauen Sänger, und er spricht:
„Nicht eitles Gold ist mein Verlangen,
Der Sänger braucht des Lohnes nicht.
Die Götter banden durch das Leben
Die Himmelstochter an den Staub,

Empfohlene Zitierweise:

August Apel: Cicaden, 1. Band. Kunst- u. Industrie-Comptoir, Berlin 1810, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Cicaden.djvu/22&oldid=1950987 (Version vom 6.02.2013)