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Liste.png August Apel: Cicaden, 1. Band


„So solltet ihr der Sänger Leben
Mit eures Goldes Glanz erfreun,
Und, was die Götter euch gegeben,
Der Götter liebsten Söhnen weihn.
Wähnt nicht des Sängers Lied zu lohnen, –
Belohnung ist ihm sein Gesang!
Die Brust, die Himmlische bewohnen,
Verachtet eures Goldes Klang.“

„Ihr hörtet mich, Zeus hohe Söhne!
Zu euch drang mein Gesang empor,
Und meiner Saiten laute Töne
Berührten euer göttlich Ohr.
Ihr lohnt den Greis mit Gotterfeuer,
Das neu belebend ihn durchdringt,
Und schützt die euch geweihte Leyer,
Die eurer Gottheit Hymnen singt.“ –

Und kaum hat er das Wort geendet,
Da tritt ein Sklave schnell herein.

Empfohlene Zitierweise:

August Apel: Cicaden, 1. Band. Kunst- u. Industrie-Comptoir, Berlin 1810, Seite 8. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Cicaden.djvu/24&oldid=1951007 (Version vom 6.02.2013)