Seite:Commentariolus 1899 German Translation Adolf Müller.djvu/6
| Nicolaus Copernicus, Adolf Müller (Übersetzer): Nicolai Coppernici de hypothesibus motuum coelestium a se constitutis commentariolus |
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Zugleich wird die Erklärung der verschiedenen Kreise den besten Beweis liefern, daß ich keineswegs in leichtfertiger Weise nach Art der Pythagoreer der Erde eine Bewegung zugeschrieben habe.[1] Alles was die Physiker auf den äußeren Schein gestützt, für die Unbeweglichkeit der Erde vorbringen, erweist sich hier zumal als nicht stichhaltig, da ich desselben Augenscheins wegen die Erdbewegung annehme.[2] Ueber die Anordnung der Bahnen.[3]
Die Bahnen der Himmelskörper umschließen sich folgendermaßen. Zu oberst befindet sich das alles faßlich und räumlich umgebende, unbewegliche Gewölbe der Fixsterne; darunter befindet sich zunächst Saturn, dann Jupiter, darauf Mars; dann folgt unsere Erdbahn; hierauf die Bahn der Venus und endlich die des Merkur. Die Mondbahn umgiebt die Erde und wird mit dieser wie auf einem Epicykel (Nebenkreise) herumgeführt. In derselben Reihenfolge übertrifft ein Wandelstern den andern an Schnelligkeit der Fortbewegung; je nachdem die einzelnen größere oder kleinere Bahnen zu durchmessen haben. So kehren Saturn nach dreißig, Jupiter nach zwölf, Mars nach drei, die Erde nach einem Jahre
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Nicolaus Copernicus, Adolf Müller (Übersetzer): Nicolai Coppernici de hypothesibus motuum coelestium a se constitutis commentariolus. J. A. Wichert, Braunsberg 1899, Seite 364. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Commentariolus_1899_German_Translation_Adolf_M%C3%BCller.djvu/6&oldid=1384481 (Version vom 22.12.2010)