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Zwölftes Capitel.
Secundäre Sexualcharactere der Fische, Amphibien und Reptilien.
Wir sind nun bei dem grossen Unterreiche der Wirbelthiere angekommen und wollen mit der untersten Classe, nämlich den Fischen, beginnen. Die Männchen der Plagiostomen (Haifische, Rochen u. s. w.) und der chimärenartigen Fische sind mit Klammerwerkzeugen versehen, welche dazu dienen, das Weibchen festzuhalten, ähnlich wie die verschiedenen Bildungen, welche so viele der niedrigeren Thiere besitzen. Ausser den Klammerorganen haben die Männchen vieler Rochen haufenförmige Gruppen starker scharfer Dornen auf dem Kopfe, und mehrere Reihen solcher „den oberen äusseren Flächen ihrer Brustflossen entlang". Diese sind bei den Männchen einiger Species vorhanden, bei denen die andern Theile des Körpers glatt sind. Sie werden nur zeitweise entwickelt während der Paarungszeit, und Dr. Günther vermuthet, dass sie als Greiforgane in Thätigkeit kommen in der Weise, dass die beiden Seiten des Körpers nach innen und unten umgeschlagen werden. Es ist eine merkwürdige Thatsache, dass die Weibchen und nicht die |
Charles Darwin: Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl, II. Band. E. Schweizerbart'sche Verlagshandlung (E. Koch), Stuttgart 1875, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DarwinAbstammungMensch2.djvu/15&oldid=1669408 (Version vom 9.10.2011)