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Bei Betrachtung der Art und Weise, in welcher Äußerungen der Stimme eine Gemüthserregung ausdrücken, werden wir naturgemäß darauf geführt, die Ursache dessen zu untersuchen, was man in der Musik „Ausdruck“ nennt. Mr. Litchfield, welcher der Theorie der Musik lange Zeit seine Aufmerksamkeit gewidmet hat, ist so freundlich gewesen, mir über diesen Gegenstand die folgenden Bemerkungen mitzutheilen: — „Die Frage, was das Wesen des musikalischen ‚Ausdrucks' sei, schließt eine Anzahl dunkler Punkte in sich, welche soviel mir bekannt ist, noch ungelöste Räthsel sind. Indessen muß bis zu einem gewissen Punkte ein jedes Gesetz, welches in Bezug auf den Ausdruck der Gemüthserregungen durch einfache Laute als gültig erfunden worden ist, auch auf die höher entwickelte Ausdrucksweise des Gesangs anwendbar sein, welcher ja als der ursprüngliche Typus jeder Musik angenommen werden kann. Ein großer Theil der gemüthlichen Wirkung eines Gesanges hängt von dem Character der Thätigkeit ab, durch welche die Töne hervorgebracht werden. So hängt z. B. bei Gesängen, welche große Heftigkeit der Leidenschaft ausdrücken, die Wirkung oft hauptsächlich von dem kraftvollen Ausstoßen einer oder zweier characteristischer Passagen ab, welche bedeutende Anstrengung der Stimmkraft erfordern, und es ist häufig zu beobachten, daß ein Gesang dieser Art seine gehörige Wirkung verfehlt, wenn er zwar von einer Stimme von hinreichender Kraft und gehörigem Umfange, um die characteristischen Passagen wiederzugeben,
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Charles Darwin: Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren. E. Schweizerbart'sche Verlagshandlung (E. Koch), Stuttgart 1877, Seite 81. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DarwinAusdruck.djvu/87&oldid=1662642 (Version vom 2.10.2011)