Seite:Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük.djvu/11

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brauchte er aber ein eigenes Organ, denn die „Sionsharfe“ konnte hiezu nicht mehr dienen, und so entschloß er sich zur Herausgabe eines eigenen Weltspracheblattes für das neue Jahr.


Drittes Jahr, 1881.

Nachdem Volapük nun einen vielverheißenden Anfang genommen, durfte es mit der festen Hoffnung in das neue Jahr eintreten, daß es auch in diesem Jahre weitere Ausbreitung finden werde. Die Nachfrage nach der Grammatik war eine so große, daß die erste Auflage schon am Anfange dieses Jahres, 6 Monate nach ihrem Erscheinen, vergriffen war, und die Ausarbeitung einer zweiten Auflage notwendig wurde, welche aber ziemlich lange Zeit erforderte. Diese neue Auflage wurde bei Aug. Feyel in Ueberlingen gedruckt. Doch konnte Volapük an der Hand des „Weltspracheblattes Volapükabled“, welches vom 1. Januar ab ebenfalls bei Feyel in Ueberlingen als Monatsblatt erschien, ungehindert fortschreiten. Wir können durch die Betrachtung der einzelnen Nummern dieses Blattes am besten die Fortschritte von Volapük verfolgen. Die erste Nummer erschien am 1. Januar 1881 und enthielt: Grammatikalisches, einen Brief, eine Anzahl von Firmen, Gewerben, Anstalten …, welche empfohlen wurden; dann vergleichende Sätze in 20 verschiedenen Sprachen mit weltsprachlichem Text daneben, endlich Humoristisches etc. Dann enthält diese Nummer die ersten „Weltsprachelehrer“, diese sind: Herr Stenograph Karl Lenze; Herr Grundbuchführer Georg Bauer (nachher Banfi); Fräulein Angelika Wirsching und Herr Redakteur W. Emmert in Elberfeld, denen in der 2. Nummer noch Herr Oberlehrer Peitz in Büren, Herr Eduard Oelschig, Berlin und Fräulein Alma Loos in Ueberlingen folgten.

In Schweden hatte Volapük auch bereits einen Verehrer gefunden; nämlich Herr Ingenieur A. Nilson, in Gefle hatte Volapük durch einen Artikel im „Maschinenbauer“ kennen gelernt, und nachdem er die Grammatik studiert,