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Unter den Weltsprachelehrern, welche in den Monaten März, April und Mai das Diplom erhielten, findet man wieder fast lauter Holländer, darunter auch Frl. M. J. Verbrugh in Middelburg, welche die Volapük-Grammatik ins Französische übersetzte, und einen Herrn aus London (Fritz Bölian). Im April erschien Fiewegers Uebersetzung von „Minna v. Barnhelm“ ins Volapük, und im März Obhlidals Unterrichtsbriefe als Separatausgabe. Ein neuer Verein wurde gegründet in Neu-Oetting (Bayern) durch Herrn Silbereisen. Weltsprachlicher Unterricht wurde erteilt außer in Paris, wo bereits 5 Negerjünglinge Volapük studierten, in Innsbruck durch Herrn volapükatidel Richard Bacher, in Wurzen (Sachsen) durch Herrn Oberlehrer Krumbach; dann in Holland an vielen Orten, und in Wien im Hotel „Englischer Hof“ durch Herrn Dr. Obhlidal. Damals fieng Volapük an, auch in Rußland schon Fuß zu fassen, nämlich in Riga, und Herr Schleyer konnte mir schon im September schreiben: jetzt schreitet Volapük in Rußland vorwärts. (Im Oktober wurden Wörterbuch und Grammatik nach Tiflis verlangt.) Gegen Ende des Jahres zählte Rußland bereits tüchtige Volapükkenner, z. B. Herrn Iwan Cholin (leider schon gestorben am 28. Jan. 1889, erst 28 Jahre alt), mit welchem ich schon im Dezember korrespondierte. Im Juni erschien Schleyers Wörterbuch 3. Auflage mit etwa 13,000 Wörtern. Am 6. Juni verließ Schleyer seinen bisherigen Aufenthaltsort Heiden, um sich nach einem weiteren |
Rupert Kniele: Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük. Schoy, Überlingen 1889, Seite 34. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_erste_Jahrzehnt_der_Weltsprache_Volap%C3%BCk.djvu/34&oldid=1479530 (Version vom 25.02.2011)