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Ich erwähne hier nebenbei, daß Schleyer in dieser Zeit, am 28. Juli 1879 zum estenmal die hohe Ehre hatte, an die kaiserliche Tafel auf der Insel Mainau gezogen zu werden, wegen eines Gedichtes über das Kaiserjubiläum. Die neue Weltsprache erweckte aber allmählich Aufsehen auch in anderen Kreisen, namentlich brachten mehrere Schulorgane günstige Kritiken, so wurde z. B. in der „Badischen Schulzeitung“ 1879 Nr. 28–31 das Weltalfabet und die Weltsprache von Schleyer empfehlend besprochen, ebenso in der „Allg. deutsch. Lehrerzeitung“ 1879, Nr. 35, 31. Aug., namentlich in letzterem Blatt mit großem Beifall. Durch eben diesen Artikel wurde u. a. Herr G. Banfi, Grundbuchführer in Oedenburg, Ungarn (damals in Kapuvar), welcher selbst auch mit der Herstellung einer Weltsprache sich beschäftigte, auf Schleyers Weltsprache aufmerksam gemacht; er schrieb an Schleyer am 18. November den ersten Brief und überschickte ihm seine Arbeit, auf welche er von dieser Zeit an verzichtete und ein eifriger und treuer Anhänger Schleyers wurde. Banfi erhielt schon am 29. Mai des folgenden Jahres das Diplom als zweiter „Weltsprachelehrer“. In dieser Zeit wurde auch Herr Karl Lenze, Stenograph in Eisleben, jetzt Redakteur in Leipzig, Schleyers Schüler und zwar mit solchem Erfolg, dass er das erste Diplom als Weltsprachelehrer erhielt. Schleyer arbeitete indessen unaufhaltsam an der Vollendung seiner Grammatik und der Aufstellung des Wörterbuches, welches bereits einen ansehnlichen Schatz von Wörtern enthielt, wie aus den Uebersetzungen in der „Sionsharfe“ ersichtlich, wo z. B. das Magnificat in weltsprachlicher Uebersetzung erschien. Die Wörter darin sind bis auf ganz wenige Abweichungen die nämlichen, wie sie heute noch in Geltung sind. |
Rupert Kniele: Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük. Schoy, Überlingen 1889, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_erste_Jahrzehnt_der_Weltsprache_Volap%C3%BCk.djvu/6&oldid=1477520 (Version vom 24.02.2011)