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| Paul Julius Möbius: Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes. 5. veränderte Auflage |
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Gegen Rüdinger’s Untersuchungen ist ebensowenig einzuwenden wie gegen die Bischoff’s. Man kann höchstens sagen, dass es wünschenswerth sei, die Zahl der Fälle noch zu vergrössern und auch weitere Gebiete der Gehirnoberfläche zu untersuchen. Bis jetzt aber sind Rüdinger’s Untersuchungen fast allein da und ihre Bedeutung ist gross genug. Das Wichtigste scheint mir das zu sein, dass er die sichtbaren Geschlechtsunterschiede an den Gehirnen Neugeborener nachgewiesen hat. In dem Verhalten gegen unwillkommene Thatsachen zeigt sich die ganze Unredlichkeit der Feministen-Literatur. Wenn ernsthafte Gelehrte durch jahrelange gewissenhafte und mühevolle Untersuchungen anatomische Thatsachen festgestellt haben, da erklärt irgend ein unwissender Mensch, seiner Meinung nach sei nichts davon zu halten, und die Anderen plappern es nach. In einer gegen mich gerichteten Kritik heisst es: „Früher legte man zur Begründung der weiblichen Inferiorität den Nachdruck auf die Kleinheit des Frauengehirns. Seitdem sich aber |
Paul Julius Möbius: Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes. 5. veränderte Auflage. Marhold, Halle a. S. 1903, Seite 54. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_%C3%9Cber_den_physiologischen_Schwachsinn_des_Weibes_(M%C3%B6bius).djvu/54&oldid=1721278 (Version vom 16.11.2011)