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| Paul Julius Möbius: Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes. 5. veränderte Auflage |
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Also die Fruchtbarkeit! Ich habe gesagt, durch den Intellectualismus sinke die Geburtenziffer. Ja, sagt Oda, das ist wahr, aber es ist gut. Das ist ihr eigentlicher Fehltritt. Je weniger die Nachkommenschaft eines Thieres bedroht sei, um so geringer sei die Fruchtbarkeit. Da bei hoher Cultur das Menschenleben mehr geschont werde als bei geringer, sei also die Fruchtbarkeit um so weniger von nöthen, je weiter die Cultur fortschreite. Die darwinistische und die sociale Entwicklung werden durcheinander gemengt, auch ein recht modernes Verfahren. Thatsächlich nehme die Kinderzahl mit dem Wachsen von Reichthum und Bildung ab, und zwar in der Hauptsache durch bewusste Absicht. Das ist vollkommen richtig und ein Beweis dafür, dass die sogenannte Cultur ein Mörder ist. Oda aber empfiehlt die nach Malthus benannte Art zu handeln. Denn wenn weniger Kinder geboren werden, so werden sie, meint Oda, besser aufgezogen und erzogen. Die durch den Intellectualismus |
Paul Julius Möbius: Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes. 5. veränderte Auflage. Marhold , Halle a. S. 1903, Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_%C3%9Cber_den_physiologischen_Schwachsinn_des_Weibes_(M%C3%B6bius).djvu/9&oldid=1997125 (Version vom 5.05.2013)