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»Vor allem in Peking keine Inkonsequenz, keine Schwäche zeigen. Auch könnte man der alten Kaiserin einmal ernstlich drohen, daß man gegen sie für den jungen Kaiser und seine Reformfreunde Partei ergreifen würde. Das ist eine Karte, die noch gar nicht ausgespielt worden ist. Und vor allem, auf alle Möglichkeiten gefaßt sein, immer Gesandtschaftswachen in Peking halten und berittene Mannschaften zur Hand haben, die auf die geringste Gefahr hin in Tientsin ausgeschifft werden können, um die Bahn zu schützen.«

»Und nun wollen Sie das alles in Europa vortragen?«

»Ja, ich halte es für meine Pflicht, noch einmal zu warnen, denn wenn man den jetzigen Moment versäumt, und nicht noch Einhalt geboten wird, so muß gerade das eintreten, was man vermeiden möchte, und wir können in China eine Katastrophe erleben, wie sie noch nie dagewesen. Aller Handel, alle dortigen Unternehmungen werden auf Jahre hinaus unterbrochen werden, und wir müssen notwendigerweise in Verwicklungen, Opfer und Ausgaben geraten, die sich gar nicht absehen lassen.«



Empfohlene Zitierweise:

Elisabeth von Heyking: Briefe, die ihn nicht erreichten. Verlag von Gebrüder Paetel, Berlin 1903, Seite 119. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Briefe_die_ihn_nicht_erreichten_Heyking_Elisabeth_von.djvu/120&oldid=1203420 (Version vom 18.08.2010)