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Mrs. O’Doyle merkt man es auf den ersten Blick an, daß sie aus der früheren Lebensepoche ihres Mannes stammt, und daß sie sich unter ihrer Perlenlast und zwischen den gepuderten Dienern nicht recht wohl fühlt. Von Zeit zu Zeit schaut sie ängstlich nach ihrem Mann, wenn sie sich einer besonderen gesellschaftlichen Schwierigkeit gegenüber sieht, oder wenn sie fürchtet, eine Dummheit gesagt zu haben. Ihr ängstliches, um Vergebung flehendes Benehmen und die kalten, lauernden Augen von O’Doyle – welche Faktoren für eine jener häuslichen Tragödien, die sich täglich neben uns abspielen, ohne daß wir es ahnen! |
Elisabeth von Heyking: Briefe, die ihn nicht erreichten. Verlag von Gebrüder Paetel, Berlin 1903, Seite 50. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Briefe_die_ihn_nicht_erreichten_Heyking_Elisabeth_von.djvu/51&oldid=1196725 (Version vom 11.08.2010)