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nächsten Winter im Jockey Club verdientes Aufsehen zu erregen hoffe. Die Tante hat mir übrigens mitgetheilt, dass Severin nicht nur zu wissenschaftlichen Zwecken hier verweile, sondern auch um sich zu verheiraten, ein Unternehmen, das mir bei dem frommen Mann auch mehr zu den wissenschaftlichen Zwecken zu gehören scheint, nämlich zu Untersuchungen über die platonische Philosophie. Der Heiratslustige, den ich eher für einen Erfinder, der auf eine Verschärfung des Cölibats ein Patent nehmen wolle, gehalten hätte, als für einen Bräutigam, hat auch schon eine Braut, die Ziehtochter des Postmeisters und Gastwirthes gegenüber dem Bahnhofe. Ich will mir die Braut Severins gar nicht vorstellen, sonst träume ich heute Nacht von ihr und schreie um Hilfe.



Empfohlene Zitierweise:

Daniel Spitzer: Das Herrenrecht. L. Rosner, Wien 1877, Seite 23. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Das_Herrenrecht_Spitzer_Daniel.djvu/25&oldid=1259078 (Version vom 17.10.2010)