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| Carl Hau: Das Todesurteil. Die Geschichte meines Prozesses. |
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„Was?“ rief ich aus, „von Karlsruhe? Da komme ich ja gerade her.“ Seine Züge erhellten sich. „Sie sind eben vom Kontinent angekommen?“ „Ja.“ „Und Sie waren in Karlsruhe?“ „Ja.“ „So sind Sie ohne Frage der Gesuchte. Nein, nein, da kann gar kein Zweifel sein. Ich muß Sie verhaften. Wenn Sie gegen den Haftbefehl, wie er jetzt lautet, Protest einlegen, lasse ich Sie hier unter der Obhut meiner Begleiter und besorge in kürzester Zeit einen anderen auf Ihren richtigen Namen.“ Daraufhin erklärte ich mich bereit, ihm nach Bowstreet aufs Polizeigericht zu folgen, wo sich ja binnen vierundzwanzig Stunden alles aufklären müsse. Er war sehr befriedigt, hatte auch keine Einwendungen zu machen, als ich um die Erlaubnis bat, mich von meiner Frau verabschieden zu dürfen. Er unterließ es sogar, mich ins Zimmer hineinzubegleiten, obwohl er doch nicht wissen konnte, ob dasselbe nicht einen zweiten Ausgang habe.
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Empfohlene Zitierweise:
Carl Hau: Das Todesurteil. Die Geschichte meines Prozesses.. Ullstein, Berlin 1925. Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Das_Todesurteil_(Hau).djvu/10&oldid=901961 (Version vom 14.11.2009)