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| Carl Hau: Das Todesurteil. Die Geschichte meines Prozesses. |
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Wunderbar, wie die Genesis dieses Gutachtens, war sein Inhalt. Es wird später noch davon die Rede sein. Zu den folgenden Verhören kam der Untersuchungsrichter nicht mehr zu mir heraus, sondern ich wurde jedesmal von zwei Kriminalbeamten im Wagen nach dem Landgericht befördert. Mit großer Ausdauer und auf alle mögliche Weise versuchte der Herr Landgerichtsrat, mich zum Reden zu bringen. Das zweite Verhör begann er damit, daß er mir eine längere Darstellung der gegen mich vorliegenden Indizien gab. „Sie müssen doch einsehen,“ schloß er, „daß der Beweis vollkommen lückenlos ist. Sie kommen von London nach Baden-Baden gereist in einer Vermummung, die keinen Zweifel darüber läßt, daß Sie nichts Gutes im Schilde führen. Ihrer Frau sagen Sie, Sie hätten auf dem Kontinent geschäftlich zu tun – offenbar eine Lüge. Warum diese Lüge? Weil Sie ihr doch nicht sagen konnten, daß dieses Geschäft darin bestand, ihre Mutter zu ermorden. Sie schärfen Ihrer Frau ein, daß sie diese Reise vor jedermann geheimhalten soll. Warum das? Damit man in Baden-Baden nicht argwöhnisch werde …“ „Verzeihen Sie, daß ich Sie unterbreche, Herr Untersuchungsrichter. Meine Reise vor den Damen in Baden-Baden geheimzuhalten, war so wenig meine Absicht, daß ich meine Frau ausdrücklich beauftragt habe, dieselben davon zu unterrichten. Sie hat sie auch davon unterrichtet.“ „So? Nun, das ist ein nebensächlicher Punkt. Die Hauptsache: |
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Carl Hau: Das Todesurteil. Die Geschichte meines Prozesses.. Ullstein, Berlin 1925. Seite 59. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Das_Todesurteil_(Hau).djvu/60&oldid=860543 (Version vom 25.9.2009)