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| Carl Hau: Das Todesurteil. Die Geschichte meines Prozesses. |
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„Ich stelle gar keine Behauptung auf. Aber gestatten Sie mir einen Einwand. Sie sagen, ich sei Jurist und tun mir die Ehre an, mich für intelligent zu halten. Ich gebe Ihnen das Kompliment zurück und frage Sie: Würden Sie, falls Sie einen solchen Mord geplant hätten – ich mache die Annahme natürlich nur argumenti causa –, würden Sie die Ausführung des Planes in einer so blödsinnigen Weise bewerkstelligen, wie Sie das bei mir voraussetzen? Würden Sie sich Perücke und Bart bei dem Friseur des Hotels anfertigen lassen, wo man Ihren Namen kennt? Würden Sie nicht, wenn Sie unterwegs bemerken, wie Sie allen Leuten auffallen, sich sagen: sobald hier in der Nähe ein Verbrechen passiert, wird der Verdacht todsicher auf mich fallen? Mit anderen Worten: sind nicht gerade die Indizien, die Sie für so belastend halten, ein Beweis dafür, daß ich eine solche Tat gar nicht im Sinne gehabt haben kann, als ich in der Vermummung nach Baden-Baden fuhr und mich dort, wie Sie sagen, den ganzen Nachmittag in der Umgebung der Villa Molitor herumtrieb?“ Er schüttelte den Kopf. „Gerade die schlauesten Verbrecher begehen oft die größten Dummheiten. Ein Glück, denn sonst könnten wir sie nicht fassen. Die Tatsache wird Ihnen bekannt sein.“ „Es ist mir bekannt, daß die schlauesten Verbrecher bisweilen |
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Carl Hau: Das Todesurteil. Die Geschichte meines Prozesses.. Ullstein, Berlin 1925. Seite 60. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Das_Todesurteil_(Hau).djvu/61&oldid=860544 (Version vom 25.9.2009)