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| Carl Hau: Das Todesurteil. Die Geschichte meines Prozesses. |
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Braun war übrigens der einzige unter den Badener Zeugen, der mich ohne Bart gesehen hatte. Woraus die Anklage schloß, daß ich den Bart gleich nach der Tat abgerissen hatte. Zuletzt geleitete der Untersuchungsrichter noch höchsteigenhändig eine vornehme alte Dame zu mir herein und fragte dieselbe, nachdem sie mich durchs Lorgnon beaugenscheinigt hatte: „Erkennen Exzellenz in dem Angeklagten die fragliche Person wieder?“ Die alte Dame nickte. „Ja, das ist er; kein Zweifel, das ist der fliegende Holländer.“ „Schaun Se,“ schmunzelte der Herr Wachtmeister, nachdem sich die Tür hinter den beiden geschlossen hatte, „da hammer sogar eine kommandierende Generalswitwe, die Se gesehn hat. Zeuge von alle Sorte.“
Und nun mußte ich schließlich auch noch nach Frankfurt geschleppt werden, zwecks Konfrontierung mit dem Hotelfriseur und dem Hotelportier. Am Bahnhof war wieder der „Herr Doktor“ zum Empfang erschienen, der mir fast den ganzen Tag nicht von der Seite wich und sich offenbar bei der Gelegenheit gern mit besonderem Ruhm bedeckt hätte.
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Empfohlene Zitierweise:
Carl Hau: Das Todesurteil. Die Geschichte meines Prozesses.. Ullstein, Berlin 1925. Seite 70. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Das_Todesurteil_(Hau).djvu/71&oldid=860554 (Version vom 25.9.2009)