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durcheinander. Mensch und Tier, von einer riesigen Peitsche gejagt, hasteten an den Augen derer vorüber, die für einen Obolus Vergnügen haben mußten und noch mehr bekommen sollten, als ihnen zukam, weil doch heute ein ganz besonderer Tag war. Es war ein Toben und Drängen auf allen Galerien.

Nur als Lucie tanzte, in weiße faltige Seide gehüllt, hörte die Peitsche auf mit ihrem unbarmherzigen Lied, und eine Melodie, wie das Gewand Lucies, zart, duftig, sich in weichen Wellen wiegend, ging neben ihren Bewegungen her, wie von ihr geführt.

Die Blume hatte sich aus ihrem Haar gelöst und fiel auf das rote Podium. Sofort war August zur Stelle, demütig lächelnd steckte er sie an seine Brust und verließ, bräutlich geschmückt, den Schauplatz.

Empfohlene Zitierweise:

Victor Hadwiger: Des tragischen Affen Jogo Liebe und Hochzeit. Axel Juncker, Berlin 1920, Seite 55. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Des_tragischen_Affen_Jogo_Liebe_und_Hochzeit.djvu/56&oldid=933106 (Version vom 10.12.2009)