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die Zelte, und die Wachthunde erhoben sich mit leisem Knurren, wenn er vorüber kam. Mancher vorzeitige Kläffer mußte zur Ruhe gemahnt werden.

Im Schein einer vergessenen Arbeitslampe besah er seine Taschenuhr und folgte klopfenden Herzens dem Sekundenzeiger. Noch zu früh, noch zu früh! Immer legte er sich noch eine Viertelstunde bangen Wartens auf, wie einer, der nicht vor der angesehen Zeit zur Tafel kommen will, nach der er sich sehnt. Und sie wird doch so festlich sein, wie noch nichts in seinem Leben war.

Jetzt schlug es. – Aus dem zarten Werk in seiner Tasche kamen zwölf silberne Töne. Er konnte jeden einzelnen deutlich wahrnehmen; wie an tönende Platten geschlagen, schwangen zwölf silberne Takte.

Empfohlene Zitierweise:

Victor Hadwiger: Des tragischen Affen Jogo Liebe und Hochzeit. Axel Juncker, Berlin 1920, Seite 71. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Des_tragischen_Affen_Jogo_Liebe_und_Hochzeit.djvu/72&oldid=933124 (Version vom 10.12.2009)