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Während am Himmel die Sonne[1] kreist, und der Mond[2] seinen Lauf vollbringt –

Ersteht auf Erden ein Menschengeschlecht, indess ein anderes schwindet.

Was in verflossenen Jahren der Ort der Freude war, ist jetzt ein verödeter Hügel –

Ein Augenblinken wandelt das Recht in Unrecht, den Sieg in Sturz und Niederlage! –

Aus dem Geräusch und Getümmel der Welt suche weislich die Ruhe zu gewinnen.

So überklug Du auch scheinen magst, erinnere Dich zuweilen, ein Narr zu sein.

Schmachte nicht nach Schwelgerei, häufe nicht Reichthum!

Nimmst Du dies zu Herzen, so werden Deine Lebenstage frei von Kummer und Trübsal verfliessen!


  1. Wörtlich „die goldene Krähe.“
  2. Wörtlich „das Kaninchen von Jaspis.“
Empfohlene Zitierweise:

unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau. Wilhelm Jurany, Leipzig 1847, Seite 3. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Die_blutige_Rache_einer_jungen_Frau.djvu/004&oldid=949360 (Version vom 27.12.2009)