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noch auch unter der Sung-Dynastie, sondern sie trug sich in unsern oder unserer Väter Zeiten zu.

Im ersten Regierungsjahre des Kaisers Teenschun[1] empörten sich die Meaoutsze Barbaren von Kwangse und verursachten eine grosse Verwirrung. Überall wurden Truppen abgesandt, die Rebellen zu unterjochen oder zu vertilgen, und darunter war auch ein Chehwouy[2] Namens Wang chung von der Lingan Militärstation, der eine Division Chekeang[3] Soldaten anführte, aber nicht zur rechten Zeit eingetroffen war; es wurde deshalb an den Kaiser berichtet, in Folge dessen er zu einem Tseenhoo[4] degradirt wurde.

Da ihn ferner seine Pflichten in den Mittelpunkt der Militärstation Nanyang in der Provinz Honan riefen, so nahm er seine Familie mit sich an den Ort seiner officiellen Bestimmung.

Wang chung war ein angehender Sechziger und hatte nur einen Sohn, Namens Wang pew, der als ein muthiger und verschlagner Bursche bekannt, von dem Vicekönig und seinen Leuten in dem Heere als eine Art Kadet zurückbehalten wurde.

Ausserdem besass er noch zwei Töchter, die älteste hiess Keaou Lẅan und die jüngere Keaou fung.


  1. Der Kaiser Teenschun aus der Ming-Dynastie bestieg den Thron im Jahre 1458.
  2. Ungefähr der Rang eines Obrist.
  3. Die Chekeang Truppen werden für die verweichlichsten im ganzen Reiche gehalten.
  4. Kapitain von tausend Mann.
Empfohlene Zitierweise:

unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau. Wilhelm Jurany, Leipzig 1847, Seite 11. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Die_blutige_Rache_einer_jungen_Frau.djvu/012&oldid=949428 (Version vom 27.12.2009)