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| unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau |
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Keaou Lẅan überkam eine seltsame Unruhe, ihr ganzes Gesicht ward scharlachroth, und hinter ihre Tante sich verbergend ging sie mit ihr augenblicklich in das süss duftende[1] Zimmer, wohin ihnen die Dienerin gleichfalls folgte. Der junge Gelehrte sah jetzt Niemand im Garten, und sprang rasch über die Mauer. Er fand die Schaukel noch in Bewegung und ein erquickender, die Sinne umnebelnder Wohlgeruch athmete noch über den Ort. Im höchsten Staunen und Wundern, wer die junge Schöne wohl sein möge, erblickte er auf einmal etwas im Grase liegen, er nahm es auf und fand, dass es ein Halstuch von duftiger Gaze war, drei Ellen lang und mit der feinsten Stickerei verziert. Der junge Mann eignete sich diesen Schatz zu, als wär’ es die köstlichste Perle der Welt; und da er Fusstritte in der Nähe hörte, so sucht er eiligst den Ausgang aus dem Garten, wie er den Eingang gefunden. Dann stellte er sich wieder an die Mauerspalte und
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unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau. Wilhelm Jurany, Leipzig 1847, Seite 13. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Die_blutige_Rache_einer_jungen_Frau.djvu/015&oldid=949269 (Version vom 27.12.2009)