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| unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau |
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Und was antwortetest Du ihm darauf? Ich sagte ihm, ich würde meinem jungen Fräulein seinen Willen kund thun – aber denkt euch! auf einmal meint er: Ich habe ein paar Verschen für das Fräulein, womit ich euch belästigen muss, um sie ihr einzuhändigen; bringt ihr mir Antwort darauf, geb ich euch das Gazetuch zurück! Indem Minghea dies sprach, zog sie das pfirsich geblümte Liebesbriefchen hervor und überreichte es ihrer Herrin. Keaou Lẅan fühlte sich ganz entzückt darüber, sie brach es auf, und fand darin eine poetische Strophe von vier Zeilen, jede Zeile aus sieben Buchstaben bestehend. Sie war aber folgenden Inhalts: Das Tuch, das sich der Schönheit entwunden, athmet den duftigsten Hauch – Der Himmel bestimmte es einem Bewunderer, der bekannt ist mit dem Gefühle der Liebe! Mit höchster Verehrung send ich Dir diese Verse, die unsre gegenseitigen Gefühle aussprechen mögen. Und ich hoffe, das Tuch in den Scharlachfaden zu wandeln, der mich in die Geheimnisse Deiner bräutlichen Kammer führt![1]
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unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau. Wilhelm Jurany, Leipzig 1847, Seite 18. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Die_blutige_Rache_einer_jungen_Frau.djvu/020&oldid=949273 (Version vom 27.12.2009)