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| unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau |
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„Nein,“ antwortete Keaou Lẅan; „das junge Volk ist wild und leichtsinnig; ausschelten würde nicht viel fruchten; indess kann’s nicht schaden, wenn ich ihm einen guten Rath ertheile!“ Bei diesen Worten griff sie nach einem reich geblümten Papier und schrieb folgende acht Zeilen: „Ich stand allein, vor der Halle, im grünen Schatten des keuschen Bambus – Als mein Mädchen mir Deine Zeilen brachte – warum so tief ihr Sinn? Dein ganzes Trachten scheint nur auf verbotene Freuden zu gehen – Und Dein Herz hegt nur unzüchtige Gedanken – [1] Wie kann einem kleinen Knaben erlaubt sein, den Zweig des duftigen Ölbaums zu brechen? [2] Oder dem rauhen Morgenwind, in den perlengeschmückten Vorhängen ungestüm zu wehen? Ich rath’ Euch, junger Mann, nicht in kindischen Träumen zu schwelgen –
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unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau. Wilhelm Jurany, Leipzig 1847, Seite 22. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Die_blutige_Rache_einer_jungen_Frau.djvu/024&oldid=949276 (Version vom 27.12.2009)