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| unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau |
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Und jetzt sind wir gezwungen zu scheiden. Wie kann ich zwei Thränenströme hindern! – Vor Deinem Pferde, Geliebter, wird Dir jener traurige Abschiedsort vorschweben[1]. Mein Herz wird vor Dir hergehen, wie die weissen Wolken droben! – Ich werde der Keuschheit leben, so fest, so streng, wie die unglückliche Keang[2] [3]. Wenn Dein Ziel erreicht ist, wende eilig Dein Haupt und lenke Deine Schritte hierher. – Denn Dein armes Mädchen des Harems ist schwach und unfähig, den so arg gestörten Schlaf zu erdulden. –“ Als Tingchang diese Zeilen gelesen hatte, flossen seine Thränen aufs Neue und während er seinen einsamen Weg verfolgte, knüpfte sein Geist an die kleinsten Dinge, die ihm begegneten, Erinnerungen seiner Liebe. Während der ganzen Reise waren seine Gedanken kaum einen Augenblick mit etwas Anderem als mit seiner geliebten Lẅan beschäftigt! Aber wir wollen nicht abschweifen. Nach wenigen Tag kam er in seiner Heimath, Wookeang, an, wo er seine Eltern wiedersah und Alles in den lautesten Jubel über seine Ankunft ausbrach.
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unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau. Wilhelm Jurany, Leipzig 1847, Seite 49. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Die_blutige_Rache_einer_jungen_Frau.djvu/051&oldid=949349 (Version vom 27.12.2009)