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„Wie –“, fuhr er los, „ein Mensch, der meinen ehrlichen Namen trägt, offizieller Vertreter dieser Gesellschaft internationaler Schwindler?!“ Ich wollte ihn unterbrechen, aber er ließ mich nicht zu Worte kommen. „Habt ihr vielleicht nicht soeben, wie ich natürlich von Fremden erfahren mußte, für die wahnwitzige Utopie ewigen Friedens demonstriert, was nichts anderes bedeutet, als diesen Schuften, den Sozialdemokraten, Wasser auf ihre Mühle treiben!“ Seine Stimme schwoll an, als stünde er auf dem Kasernenhof, „und die Religion wollt ihr schon den Kindern durch euren sogenannten Moralunterricht austreiben. Eine nette Moral das – wahrhaftig!“ Er trat auf mich zu: „Ich verbiete dir ein- für allemal, mit diesen Gottesleugnern und Vaterlandsverrätern gemeinsame Sache zu machen – sonst –“ |
Lily Braun: Memoiren einer Sozialistin. Albert Langen, München 1909, Seite 571. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Memoiren_einer_Sozialistin_-_Lehrjahre_(Braun).djvu/573&oldid=1334850 (Version vom 7.11.2010)