Seite:De Suchende Seelen (Meisel-Heß).djvu/009

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Schneller ging’s nicht. Seit einem halben Jahr war er Arzt und auf der Jagd nach Praxis. Er mußte es endlich möglich machen, er mußte Was hatte sie erlitten um ihn Qualen, Pein, Schande –, die Schande der Unfreiheit. Aber er war auch das Leben für sie gewesen. Wie die große Erweckung war er ihr gekommen. Sie: still, scheu, wie eingefrorenes Leben unter dem Eise, er: voll Kraft und Wollen, ein heißer Fön, hatte die Erstarrung gesprengt. Tiefes Staunen erst und dann ein Jubel! Das war das Glück...

Sie hatten gekämpft für ihre gemeinsame Zukunft mit wildem, unüberwindlichem Trotz. Den Verhältnissen die paar Stunden Beisammensein in den fünf Jahren

Empfohlene Zitierweise:

Grete Meisel-Heß: Suchende Seelen. Leipzig 1903, Seite 10. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Suchende_Seelen_(Meisel-He%C3%9F).djvu/009&oldid=1262848 (Version vom 17.10.2010)