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Leben glaubte, weil sie das Leben wollte. Sie hatte die Welt immer groß und weit und licht gesehen. Und ihre Augen waren hell geblieben und ihre Stirn klar. … Als sie an diesem Abend auseinander gingen, lag es über ihnen grau, beklemmend. Und sie konnten einander lange nicht sehen; sie wurde bewacht. „Aber du schreibst mir, Stefan, wenn ich kommen soll, wenn etwas ist; ich bitte dich, Stefan – Er küßte sie im Dunkel der Straßenecke; und ihre Herzen schlugen aneinander, bebend, ungläubig. II.
Sie fing an, die Umrisse zu erkennen, die ihr bis jetzt verschwommen gewesen |
Grete Meisel-Heß: Suchende Seelen. Leipzig 1903, Seite 22. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Suchende_Seelen_(Meisel-He%C3%9F).djvu/021&oldid=1436388 (Version vom 28.01.2011)