Seite:De Suchende Seelen (Meisel-Heß).djvu/037

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Klinke drückte. Sie sah undeutlich in dem Qualm, der ihr entgegenschlug: viele Männer. Einer lag auf einer Bank und schnarchte, andere schrien, spielten Karten, rauchten, auf einem Tisch saß ein Frauenzimmer und machte allerlei Gesten, Männer standen herum und brüllten vor Lachen. Undeutlich sah sie das alles; aber die Atmosphäre nahm ihr fast den Atem: die Ausdünstung armer, schmutziger Menschen. Branntwein-, Schweiß-, Knoblauchgeruch – ein Chaos vor ihren Augen. Schnell, bevor noch einer der Männer, die stier nach ihr hinblickten, ein Wort hätte sagen können, löste sich aus dem Gewirr und den Dünsten, die vor ihren Augen verschwammen, eine kleine,

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Grete Meisel-Heß: Suchende Seelen. Leipzig 1903, Seite 38. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Suchende_Seelen_(Meisel-He%C3%9F).djvu/037&oldid=1445370 (Version vom 1.02.2011)