Seite:De Suchende Seelen (Meisel-Heß).djvu/085

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langen Nachthemden im Gänsemarsch auf, und Fini trat an ihre Spitze.

„Nicht zu laut, das sag’ ich euch, damit die Condée“ – das war die Präfektin – „nicht aufwacht. – – Und jetzt: Knickt ein und vorwärts marsch!“

Alle knickten die Knie ein, so daß sie wie auf niedrigen O-Füßen mühsam watschelten. Wer am längsten so gehen konnte, hatte gewonnen. Bei jeder Strophe durfte eine austreten. Fiel sie aber mitten in der Strophe hin, so mußte sie Strafe zahlen.

Langsam setzten sie sich in Bewegung, rund um den großen Schlafsaal, und sangen dabei mit vorsichtig gedämpften Stimmen zu einer choralartigen Melodie den sinnigen Negerleintext:

Empfohlene Zitierweise:

Grete Meisel-Heß: Suchende Seelen. Leipzig 1903, Seite 87. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Suchende_Seelen_(Meisel-He%C3%9F).djvu/085&oldid=1445392 (Version vom 1.02.2011)