Seite:Der Bundschuh zu Lehen im Breisgau.djvu/87

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Deßglichen hab Henßlin Freuder ihm Kilian auch gesagt, wie er an dasselb Fenlin einen halben Guldin zu Stür geben hab.

Er sagt auch, daß alle die, so uff der Hartmatten gewesen, wie die mit Namen davor geschrieben sind, sich begeben haben, daß ihr yeder welle einen halben Guldin zu Stür an das Bundschuh-Fenlin geben.



Nro. 17.

Jacob Huser von dem Dorf Lehen, unter Fryburg gelegen, und hinter Balthasar von Blumneck gesessen, sagt unzwungen aller Marter, wie Joß Fritz von Lehen, uff vergangen Zit, sye by zechen Wuchen, zu ihm kommen sye, und geredt, so er Jacob Huser, schwyge, so wöllte er Joß ihm öffnen und sagen, ein Sach, die für ihn und vil fromme Lüt wäre. Und als er Jacob Huser an denselben Joßen zu wissen begert, was das für ein Sach, und ob die erlich sye, (dann so die unerlich geachtet, wurde er nützit hören davon sagen), hätte benannter Joß ihm geantwortet: die Sach die er ihm wöllt fürhalten, wäre erlich; und damit angehebt, ihm zu entdecken, wie Jheronimus der Brotbeckknecht, so sich uß dem Etschland genempt, und zu Lehen by dem Müller gedient, deßglichen Hans Freuder, Hans Heytzi, Karius Heltzi von Lehen, und er Joß, ein Fenlin koufft hätten, in Meynung einen Bund zusammen ze machen, mit Beger ihm anhengig ze syn; deß er Jacob Huser anfenglich sich gewydert, uff das Joß ihm gesagt, daß ihr Fürnehmen götlich zymlich und recht were, dann sie anders nützit handlen wollten, dann das so die heilig Geschrift inhielt, und auch für sich selbs götlich billich und recht were, und mit der Red von ihm gangen.

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Heinrich Schreiber: Der Bundschuh zu Lehen im Breisgau. Freiburg im Breisgau, 1824, Seite 81. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_Bundschuh_zu_Lehen_im_Breisgau.djvu/87&oldid=1722734 (Version vom 18.11.2011)