Seite:Der Bundschuh zu Lehen im Breisgau.djvu/97

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Handlung wol und erlich gehalten hat, ihme by Prior und Convent obgemelt fürderlich und beholfen sin, daß sie ihme begert Verzielung geben und zulaßen, in so gutwilliger Bewisung, wie wir Euch sonderlich vertruwen, und um Euch früntlich beschulden wollen. Darum Baden uff Sanct Barbeln der heiligen Jungfrauen Tag (4. Decemb.) Anno. 13.

Den ersamen wysen unsern lieben besondern, Burgermeister und Rate der Statt Fryburg.


Nro. 22.

Bernhart Enderlin sagt, wie er zu Friburg zum Sponhart zu Joß Fritzen, Kilian Meygern und Henslin Frender komen sy, und mit ihnen von Friburg heimwärts gangen; do haben sie unterwegen zu ihm gesagt, wie sie ein gute Sach haben, und wie sie den Buntschuh anfahen wölten, und er söll ihnen ein dicken Pfening zu Stür geben, so wölten sie ein Fenlin machen laßen, damit wölten sie gen Biengen uff Kilwy ziehen. Solichen dicken Pfening hat er bejochtzet, er hab ihnen aber den nit geben, sie auch witer nütz an ihn gemutet. Das hab er ihnen zu schwigen glopt, aber nüt me sy ihm zu wißen anders, dann das Joß Fritz ihm auch harnach hie zu Friburg zum Spiegel gesagt hab, wie ihr Buntschuh bitz gen Köln hinab gieng.

Ist erkennt, dwil er den Handel glopt und verschwigen hat, ist Gnad mit ihm teilt, und erkennt, ihm die zwen Finger hinter dem vordern Gleich abzuhauen, daß ihm die Nägel nit widerumb wachsen; und soll der Statt Fryburg für all Zit uß gebotten sin. Actum uff Mittwoch Vigilia Conceptionis Mariä (7. Decemb.) Anno 13.

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Heinrich Schreiber: Der Bundschuh zu Lehen im Breisgau. Freiburg im Breisgau, 1824, Seite 91. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_Bundschuh_zu_Lehen_im_Breisgau.djvu/97&oldid=1722742 (Version vom 18.11.2011)