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In kaum begreiflicher Sorglosigkeit hatten sie sich jetzt um die Feuer gelagert, ihre Flinten aber neben den Satteln abseits gestellt und nur eine einzelne Wache an der Mündung des Ganges durch den versteinerten Wald postiert. Diese Wache wurde zunächst unschädlich gemacht. Der Mann trug seine lange Beduinenflinte umgehängt und Ali Mompos Karabiner unter dem Arm. Der Somali lächelte ganz glücklich, als er sein Gewehr so zurückerhielt. Mit vier modernen Feuerwaffen konnte man jetzt gegen die noch verbreitenden Gegner schon etwas ausrichten. Nachdem noch der Hüne Emil Kurz herbeigeholt worden war, umstellte man die Oase, und Doktor Pinkemüller war es dann, der die Iringi plötzlich aufforderte, sich zu ergeben. Abgeschnitten von ihren Flinten, völlig überrascht und in Unkenntnis über die Zahl und die Bewaffnung ihrer Gegner, vielleicht auch auf baldige Hilfe durch ihre Stammesgenossen hoffend, ließen die also Überrumpelten sich auf Verhandlungen ein und mußten dann alle fünfzehn unter Zurücklassung ihrer Reittiere, Waffen und des Proviants zu Fuß dem Haupttrupp folgen, begleitet von Paul Loring und Ali Mompo, die den stillen Zug bis gegen Mitternacht begleiteten, |
W. Belka: Der Tempel Salomonis. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 21. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_Tempel_Salomonis.pdf/22&oldid=1805096 (Version vom 10.05.2012)